Letzte Aktualisierung: 04.09.2017

Die letzten Monate

Unsere letzten Monate in Viernau

alex

Alexandras 13.Geburtstag am 05.07.1998, mit ihrer Cousine Sindy. Unsere Wohnung in Viernau war ein kleines Häuschen, das schon gemütlich eingerichtet war. Unser Vermieter war ein nettes Ehepaar, das vor nicht allzu langer Zeit ihren einzigen Sohn verloren hatte. Sie kannten Irene bereits als Kind und waren froh darüber, daß es wieder etwas lebhafter in ihrer Umgebung wurde. Wir verstanden uns auch von Anfang an wunderbar mit ihnen.

Irene hatte zu dieser Zeit bereits eine Arbeitstelle in Viernau und ich fuhr weiter nach Erfurt, dadurch konnte ich auch Alexandra und Daniel oftmals nach Zella-Mehlis zur Schule mitnehmen, bis ich das Büro endgültig schließen mußte. ( Dieses Bild entstand im Garten am Haus zu Daniels 11.Geburtstag am          06.08.1998. )

daniel
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Dann war ich noch für diese Firma im Außendienst tätig, aber auch diese Tätigkeit dauerte nur kurz, so daß ich dann endgültig die Selbständigkeit aufgab und kurz darauf, durch die Vermittlung unserer Vermieter in einer Heizungsfirma als Kundendienstmonteur begann. Jetzt hatten wir beide eine Arbeit und planten natürlich auch für die Zukunft. In dem Häuschen hatten zwar Alexandra und Daniel ihre Zimmer, aber Daniels Zimmer planten wir auszubauen und unser Schlafzimmer ebenso.

Irene hatte da so ihre Pläne und unsere Vermieter sicherten auch ihre Unterstützung dabei zu. Leider sollte es nicht mehr so weit kommen. Dadurch, daß wir nun im gleichen Ort wohnten, waren Besuche bei den Schwiegereltern und Irenes Schwester Cornelia wieder öfters möglich. Das Foto oben zeigt einen Besuch bei den Cousinen Sindy und Julia. In den Sommerferien 1998 fuhren wir in einen Freizeitpark gleich hinter der holländischen Grenze. Diesen Urlaub verbrachten wir in einem Wohnwagen im Park. Das Wetter war zwar oftmals mies, unsere Stimmung aber nicht. Das Bild entstand vor unserem Wagen. Irenes Schwester machte zur gleichen Zeit in diesem Park Urlaub, so daß wir oft zusammen unterwegs waren bzw. uns abends in ihrem Bungalow trafen und Karten spielten. Diese eine Woche Urlaub hat uns noch einmal viel Spaß gemacht, vor allem natürlich den Kindern. Daniel hatte zu dieser Zeit auch kaum noch Probleme mit dem Laufen.

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Urlaubsbilder

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Die Wunden der Operation waren gut verheilt und auch seine nächtlichen Erinnerungen, durch die er früher oftmals vor Angst schreiend aufwachte und so schwer zu beruhigen war, waren vergangen. Somit hofften wir alle auf eine Zukunft mit weniger Problemen als in der Vergangenheit. Freilich war uns klar, daß wir mit den Folgen unserer Selbständigkeit noch einige Jahre zu tun hatten, aber es war doch das berühmte Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Nach dem Urlaub und dem Ende der Außendiensttätigkeit verkauften wir unseren BMW, was damals aus Kostengründen einfach notwendig war, wir aber später schwer bereuen mußten. Als mir die Nachricht vom Unfall, durch die Polizei, übermittelt wurde ist mir eines im Gedächtnis haften geblieben, nämlich daß jemand sagte, mit dem BMW wäre der Unfall anders ausgegangen, aber in dem Yugo (Zastava) hatten sie keine Chance. . . . . .

Auf dem Bild nebenan ist ein ehemaliger Kollege aus der Zeit der Selbständigkeit mit seiner Familie bei uns in Viernau zu Besuch. Das war, wie man an den Bildern sieht schon im Winter, kurz vor Weihnachten. Die beiden hatten schon mit in unserem Zella-Mehliser Büro gearbeitet, waren dann mit nach Erfurt gezogen und hatten später eine Niederlassung in Halle. Zu dieser Zeit hatten wir uns auch ab und zu besucht, wenn wir am Wochenende gemeinsam Seminare durchführten.

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Heute muß ich sagen, leider viel zu wenig. Außerdem ist nach dem Unfall der Kontakt ganz abgerissen. Zu dem Besuch war auch unsere "Welt" noch in Ordnung. Nachdem wir eine Zeit nicht mobil waren, hatten wir von unseren Vermietern den Yugo günstig bekommen und konnten somit auch unserem Besuch einige Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zeigen. Auf dem Bild nebenan sind unsere Frauen beim Besuch des Tierparks in Suhl zu sehen. Außerdem gefiel ihnen auch sehr das Meeresaquarium in Zella-Mehlis, welches inzwischen viel größer geworden ist und  auch noch Außenanlagen eingerichtet hat, so daß ein Besuch sich sicherlich lohnt und auch mal etwas Ablenkung bringt.

Ja und nach diesem Besuch kam dann unser letztes Weihnachtsfest. Wir hatten schon viele Jahre unseren Weihnachtsbaum (einen Künstlichen). Er wurde 1998 das letzte Mal geschmückt. Heute wüßte ich nicht einmal, wo ich ihn suchen müßte. Unsere Sachen sind immer noch in Kisten und Säcken in Verschlägen und auf dem Boden bei meiner Mutter untergebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Schmücken des Baumes, zugegeben eine Tätigkeit vor der ich mich immer bis zuletzt gedrückt hatte, so daß es manchmal ziemlich spät wurde bis er in vollem Glanz erstrahlte. Aber wenn es dann losging war es jedesmal ein "Festakt" , bei dem auch Alexandra und Daniel mithalfen, als sie etwas größer waren. Heiligabend waren wir dann auch noch bei unseren Vermietern, wo Daniel wieder Weihnachtsmann spielte, was er auch schon einmal in Elxleben in der Schule getan hatte. Er hatte sich mit Alex wieder tolle Sprüche ausgedacht, so daß es ein toller Spaß war.

w.-baum
irene+rosi

 Auf dem Foto nebenan ist Irene mit ihrer Mutter zwei Tage vor dem Unfall. An diesem Tag war auch ein Cousin zu Besuch, der dann bis zum 04.01.1999 bei uns blieb. An diesem Tag brachte Irene und die Kinder ihn nach Bad Neustadt, wo sie sich mit seiner Mutter trafen. Irene hatte noch Urlaub und die Kinder Ferien, ich war wieder auf Arbeit und wartete abends vergebens auf ihre Rückkehr.

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